• Buchenholzgrill

    Buchenholzgrill

    Immer frisch gebraten auf offener Flamme

  • Original seit 1526

    Original seit 1526

    Alte Tradition über Generationen bewahrt

  • Heute wie Früher

    Heute wie Früher

    Original historisches Ambiente - eine kleine Zeitreise

  • Original Nürnberger Rostbratwürste

    Original Nürnberger Rostbratwürste

    nach Jahrhundert altem Familienrezept

Unsere Geschichte

Historisches NuernbergMit Beginn des Jahres 1954 wurde die Pforte einer Gaststätte in Nürnbergs Altstadt aufgetan, deren Name alteingesessenen Nürnbergern wie auch Fremden in der Zeit vor dem letzten Krieg zu einem Begriff geworden war.

Die Vorgängerin dieser Gaststätte befand sich in der romantischen Herzgasse hinter der Frauenkirche und führte die Bezeichnung "Bratwurstherzle". Seit jeher gehörte das "Herzla" - wie der Nürnberger Volksmund dieses Wirtshaus nannte - zu den geschichtlich denkwürdigen Gaststätten Alt-Nürnbergs, denen Nürnberg heute seinen Ruf als Stadt der besten Bratwürste verdankt. Das "Herzle" mit seiner schönen alten Fachwerksfassade, den Butzenscheibenfenstern, der altertümlichen Laterne über der Eingangstür, der gothischen Madonna auf der Konsole, den bemalten Fensterläden und dem geradezu verschwenderischen Blumenschmuck machte schon von außen einen im wahrsten Sinne des Wortes verlockenden Eindruck, wozu seine Lage in dem kleinen engen Gäßchen in nächster Nähe des 600 jährigen Heilig-Geist-Spitals beitrug. Wenn man an ihm vorbeiging, fiel man ihm in der Regel zum Opfer, nicht bloß wegen seines reizenden Aussehens, sondern auch wegen des verführerischen Bratwurstduftes, der ihm entströmte. Denn unmittelbar hinter der Haustür befand sich schon die winzig kleine Küche, die im Originaltyp der alten Nürnberger Garküche gehalten war und an deren offenen Erlenholzfenstern unter einem eigens dafür gebautem Rost die kleinen Rostbratwürste in ihrem eigenen Fett schmorten.

Historisches NürnbergZu ihrer Herstellung wurde nur erstklassiges Qualitäts-Schweinefleisch verwendet, und das Braten geschah nach einem geheimen Familienrezept. Sieben Zentimeter waren die Würste lang und 23 Gramm schwer. Serviert wurden sie auf Zinntellern zu drei, vier, sechs oder zehn Stück mit Sauerkraut, Meerrettich oder zeitgemäßen Salaten. Dazu aß man frische Weißbrötchen, die für das Herzle speziell gebacken wurden und die sich in Form und Geschmack von den üblichen Brötchen unterschieden.

Das Braten der Würste besorgte die Wirtin oder deren Töchterlein höchst eigenhändig. Linker Hand lag die blitzblanke Metzgerei, aus der die frischen Bratwürste auf langen Hölzern in die Küche wanderten. Rechter Hand gings in die "Hans-Sachs-Stube", während sich eine enge Treppe mit einem kunstvoll handgeschmiedeten Gitter in das obere Geschoß emporwand zu dem dort liegenden "Albrecht-Dürer-Zimmer" und zur "Veit-Stoß-Stube".

Die Ausstattung dieser drei Gastlokale mit wertvollem Alt-Nürnberger Hausrat und altem Nürnberger Kunstgut war derart stimmungsvoll, daß man schon deshalb gerne länger sitzen blieb, zumal auch das von der ältesten Brauerei Nürnbergs, der "Lederer-Brauerei" gelieferte "Patrizier-Bier" zu den Bratwürsten oder zu der hausgemachten Stadtwurst vortrefflich mundete.

All diese Herrlichkeiten, bei deren Aufzählung einem das Wasser im Munde zusammenläuft, ist nur noch eine schmerzliche Erinnerung. Der Bombenhagel, der an jenem unheilvollen 2. Januar 1945 auf die Nürnberger Altstadt niederging, hat auch das Bratwurstherzle völlig vernichtet.

Historisches NürnbergÜber vier Jahrhunderte ist das Haus gestanden, dem - wie ein Spruchband über dem Bratwurstrost verkündete - die echten Nürnberger Herzle-Bratwürste in alle Welt gingen, einmal sogar an den Völkerbund nach Genf.

"Der Völkerbund hout doch an Zweck -
Er frißt uns unsere Broutwärscht weg
Und nouchert sagt er, wenn er's blecht:
,Den Deutsch'n, denen gäits nöt schlecht!´
Dös riecht a Blinder in der Nacht:
A Volk, dös solche Broutwärscht macht,
Dös Volk is in sein Innern gsund!
Dou hout er recht, der Völkerbund."

An viele berühmte Persönlichkeiten des In- und Auslandes sind die Herzle-Bratwürste verschickt worden, wie auch das Gästebuch der Familie Beckstein aufweist.

War es da zu verwundern,

"...wenn selbst der Schah vom Persierland Telegraphierte durch das Kabel: Er möcht' noch eine an der Gabel"?

Wer nämlich im Herzle eine oder zwei Bratwürste nachbestellte, der bekam sie an der Gabel serviert.

Eine in Stein gehauene Jahreszahl am Hause des Herzle verriet, dass das Anwesen 1494 erbaut wurde. In Wirklichkeit aber war es noch älter. Sein Schöpfer war nämlich der Gründer des nahen Heilig-Geist-Spitals, der reiche Nürnberger Stadtschultheiß und Münzmeister Konrad Groß, der das Anwesen in der ersten Hälfte des 14. Jahrhundert entstehen ließ. Schon in mittelalterlicher Zeit nannte man dieses Gäßchen "Herzwirtgasse"; im 17. und 18. Jahrhundert trug das Haus vorübergehend die Bezeichnung "Zum güldenen Einhorn". Als Garküche wurde die Wirtschaft seit 1526 ununterbrochen betrieben. 370 Jahre später, im Jahre 1896, erwarb das "Bratwurstherzle" der Nürnberger Gastwirt und Metzgermeister Georg Beckstein, dessen Sohn Hans Beckstein es im Jahre 1913 mit seiner Gattin Helene übernahm. Die beiden haben das 400 jährige Jubiläum der Herzleswirtschaft am 14. Dezember 1926 festlich und würdig gefeiert, im Beisein von Stamm- und Ehrengästen, mit einem Lederer-Jubiläumsbier und hausgemachten Spezialitäten, die ihrem Hersteller alle Ehre machten. Hans und Helene Beckstein waren auch die letzten Wirtsleute im Herzle, sie erlebten 1945 den Untergang ihres Hauses mit Hab und Gut. Zum Glück hatten sie das Beste ihrer historischen Gaststuben-Einrichtung vor den Bomben sichergestellt, und so konnte dieses wertvolle Kunst- und Kulturgut bei der Ausstattung der drei Gasträume im neuen Bratwurstherzle wieder Verwendung finden.

Dieses neue "Herzle" in der Brunnengasse 11, im Schatten der St. Lorenzkirche, soll in neuer Form, aber in altem Geist der vierhundertjährigen Tradition dieser Alt-Nürnberger Bratwurstküche gerecht werden. 

Historisches Nürnberg

 

Und das seit Generationen.

 

Bratwurst vom Grill über Generationen

Bratwurstherzle
Brunnengasse 11, 90402 Nürnberg
0911 22 68 10

Öffnungszeiten:

vorübergehend geschlossen